Bei der homöopathischen Behandlung mit Hochpotenzmitteln werden Pflanzen, Mineralien, tierische Essenzen, aber auch Krankheitserreger, Hormone oder Pollen etc. hochgradig verdünnt und verschüttelt. Bei diesen homöopathischen Heilmitteln ist kein einziges Molekül des Ausgangsstoffes mehr zu finden. Sie haben keine Wirkstoffe, sondern sind Informationsträger.
Der Kranke erhält idealerweise die fein stoffliche Essenz jenes Stoffes, der beim Gesunden angewandt, genau jene Krankheitssymptome auslösen kann (Ähnlichkeits-Prinzip).
Die in der Literatur beschriebenen homöopathischen Arzneimittel-Bilder basieren auf der Prüfung der Ur-Substanzen in bestimmten Verdünnungen, den Potenzen, beim gesunden Menschen. Auf der Grundlage der sich manifestierenden Prüfungs- Symptome entstehen die sogenannten Arzneimittel.Bilder.
Die Aufgabe des Homöopathen besteht darin, das auf die Symptomatik des Kranken möglichst genau passende Arzneimittel-Bild, das so genannte Simili zu finden. Diese systematische Suche, das Abgleichen von Arznei- und Krankheits-Bild nennt man repertorisieren.
Dieses Repertorisieren ist, in Anbetracht der vielen gegeneinander ab zu grenzenden Mittel, eine langwierige und in vielen Fällen nahezu unlösbare Aufgabe!
Klassische Homöopathen vertreten zumeist sehr vehement das Prinzip der Ein-Mittel-Gabe und glauben, dass ein „falsch“ gewähltes homöopathisches Heilmittel beim Patienten zu unfreiwilligen Arzneimittelprüfungen führen kann. Hinzu kommt die Überzeugung, dass eine „falsche“ Potenz-Wahl Mensch oder Tier schaden kann. Umgekehrt sei, sofern der Mensch nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels nicht gesunde, das Mittel falsch gewählt und das Richtige noch nicht gefunden. So gehen unter Umständen viele Wochen der Unsicherheit und des Leids für den Patienten ins Land.
Dieser Ansatz vermittelt, das der Heilkundige bzw. das Heilmittel den Kranken heilt – aber ist es nicht die Seele, die darüber entscheidet, ob und wann wir gesunden?
Ich teste homöopathische Heilmittel über den Körper des Patienten aus und glaube nicht daran, dass diese Arzneien, die ausschließlich Informationsträger sind, irgendeinen Schaden anrichten können. Meiner Meinung nach ist es unsere Angst, unser Bewusstsein, dass solche Reaktionen erzeugen kann, nicht das Mittel selbst. Welche unkontrollierten Auswirkungen müssten, diesem Ansatz nach, die allseits hoch geschätzten Komplex-Homöopathika mit ihren diversen Inhaltsstoffen beim Patienten haben?
Es ist der Glaube an Prüfungs-Reaktionen, der eben diese auslösen kann. Unser Körper verarbeitet in einer Sekunde bis zu einer Milliarde Informationen; 90 Prozent dieser Informationen wirken fein stofflich, über bestimmte Rezeptoren auf den Zellmembranen, auf unser Körpersystem ein.
Es ist unsere Körperintelligenz, die reagiert und Symptome erschafft, nicht das homöopathische Heilmittel. Nichts passiert zufällig oder wird durch „falsche“ Informationen ausgelöst.
Was für eine Selbst-Überschätzung der Therapeuten spricht daraus?
Hierzu passt folgendes Zitat aus Rosina Sonnenschmidts Buch: „Die Schüssler Therapie mit 36 Mineralsalzen“, Narayana Verlag 2011, S. 9: „Gar nicht zu reden von den vielen Verboten und Warnungen, die wie Kleister an der großen Heilkunst der Homöopathie haften und nichts als Enge und Angst bewirken… Das sind alles Glaubenssätze, die die Weiter-Entwicklung der Ganzheitsmedizin aufhalten…“
Diese Angst vermag viele Menschen davon ab zu halten, selbständig mit homöopathischen Heilmitteln zu experimentieren und sich selbst zu helfen. So bleibt der Patient abhängig vom Therapeuten.
Ich forder explizit dazu auf, sich mit Homöopathie selbst zu helfen- zumindest bei akutem Krankheitsgeschehen. Falsch gewählte Mittel wirken schlichtweg nicht – ansonsten passiert gar nichts, es sei denn, man glaubt etwas anderes….
Und wenn man nicht klar kommt, dann wende man sich bitte an professionelle Therapeuten. Hier kommt die Kinesiologie ins Spiel, die bei der Auswahl der geeigneten Heilmittel mehr Sicherheit bringt.
Das ist meine Erfahrung und meine Wahrheit!
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